Bahnhofsteuerung und Schattenbahnhofsteuerung

  • Ein automatisch gesteuerter Bahnhof für die Modellbahn lässt ankommende Züge automatisch auf freie Gleise einfahren. Sind alle Gleise besetzt, wird die Einfahrt gesperrt.

    Für einen automatisch gesteuerten Bahnhof braucht man Gleisbesetztmelder und eine Weichensteuerung. Nicht jeder möchte einen Computer für seine Modellbahnanlage einsetzen. Hier geht es um eine Einfahrautomatik ohne Computer.

    Als Gleisbesetztmelder kann die Besetztmelderplatine der Intelligenten Modellbahnsteuerung verwendet werden. Die Weichen können mit der Weichenplatine geschaltet werden. Aber es geht auch allein mit der Besetztmelderplatine und Relais.



    Die Besetztmelderplatine hat 24 Gleisbesetztmelder. Der Komparator oben rechts steuert die ersten 8 Gleisbesetztmelder. Die ersten 8 Gleise des Bahnhofs können an den Dioden D1 bis D8 angeschlossen werden.
    Weitere 8 Gleise werden an den Dioden D9 bis D16 angeschlossen.
    Die Gleisbesetztmelder schalten die Weichen entweder über die Weichenplatine oder einfach mit Relais auf freie Gleise. Sind alle Gleise besetzt, schalten die Weichen geradeaus auf das Umfahrgleis, so daß ein weiter einfahrender Zug über das Umfahrgleis durch den Bahnhof oder Abstellbahnhof fährt.
    Als Bahnhofssteuerung für die Einfahrt braucht man also nur eine Besetztmelderplatine und ein paar Relais mit 5 Volt Spulenspannung zum schalten der Weichen. Die weggelassenen Bauteile auf der Besetztmelderplatine dienen für einen Computeranschluß und werden nicht gebraucht.
    Die Platine wird mit 5 Volt Gleichspannung versorgt, weil die ICs für 5 Volt ausgelegt sind.
    Sollen 12 Volt-Relais eingesetzt werden, braucht man zur Ansteuerung für jedes Relais einen Transistor. (Bild 3)
    Als Ausfahrschalter können auch Taster eingesetzt werden.
    Stückliste Besetztmelderplatine
    IC1 74HC245 wird wird nicht gebraucht
    IC2 74H C688 wird nicht gebraucht
    IC3 74HC139 wird nicht gebraucht
    IC4 74HC32 wird nicht gebraucht
    IC5 74HC273 wird nicht gebraucht
    IC6, 7, 8 74HC245 wird nicht gebraucht
    IC9, 10, 11 74HC540 wird nicht gebraucht
    IC12 7406 wird nicht gebraucht
    D1-D72 1N4148
    D73-D95 1N4001 oder 1N5401
    T1-T4 BD676 wird nicht gebraucht
    C1-C24 Tantal 2,2 µF/10 V
    C25- C48 0,1 µF/50V
    C49-C60 0,1 µF/50V
    C12 47 µF/10 Volt
    R1- R24 100 Ohm/1/4 W
    RN1 6-fach 100k
    RN2-RN7 8-fach 100 k
    R33-R36 1k/1/4 W
    R37-R40 33k/1/4 W
    J1 64polige VG-Leiste a+c (falls gewünscht)
    J2 Sub-D-Stecker 25-polig abgewinkelt (falls gewünscht)
    J3 Sub-D-Stecker 9-polig (falls gewünscht)

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    Bild 1 Gleisbesetztmelderplatine


    Bild 2 Gleisbesetztmelderplatine als Bahnhofsteuerung/Abstellbahnhofsteuerung



    Bild 3 Gleisbesetztmelderplatine als Bahnhofsteuerung/Abstellbahnhofsteuerung mit Relais 12 Volt und Transistoren und mit Schaltern für die Ausfahrt der Züge


    Bild 4 Schaltung der Besetztmelderplatine
  • Interessante Anwendung, Herr Müller, aber die gesamte Schaltung dient nur zum automatischen Schalten der Weichen zum Füllen eines Abstellbahnhofs, richtig? Sowohl bei Einfahrt, als auch bei Ausfahrt muss der Modellbahner die Fahrspannung auf das richtige Gleis schalten und die jeweils anderen Gleise stromlos schalten. Das ist der größte Aufwand, warum er dann nicht auch noch manuell die richtigen Weichen stellen kann, sondern das diese relativ aufwändige Elektronik übernehmen soll, verstehe ich nicht.... Da bin ich der Meinung: Entweder ganz oder garnicht, aber das ist Geschmackssache.

  • Zur Einfahrt sind alle Schalter offen, so daß jeder einfahrende Zug stehenbleibt. Nur für die Ausfahrt wird ein Schalter kurz geschlossen, bis er die Ausfahrweiche überfahren hat und dann wird er wieder geöffnet.

  • Na, das wird so aber nicht funktionieren, Herr Müller, auch zur Einfahrt muss der Schalter Fahrspannung auf das richtige Einfahrtsgleis des Bahnhofs geben (mal abgesehen davon, dass auch die eingezeichteten Abschnittsunterbrechungen auf den Bahnhofsgleisen nicht da sein dürfen, sonst fährt auch bei eingeschalteter Fahrspannung nichts), sonst bleibt der Zug ja beim Übergang vom Vor- auf den Bahnhofsblock stehen...….der soll ja vermutlich bis zum Halteblock des Gleises einfahren, oder?

    Dann muss der Bediener den Schalter wieder ausschalten und bei Ausfahrt wieder den richtigen einschalten..... und da frage ich mich, ob bei diesem Aufwand nicht auch gleich noch die richtige Weichenstellung manuell, statt über diese Schaltung automatisch, geschalten werden kann.....

    Für mich wäre der Aufwand für ausschließlich automatische Weichenschaltung zu hoch, und der Komfort mit der manuellen Ein-/Ausschaltung der Fahrspannung bei Ein- und Ausfahrt zu gering, also entweder alles über IMO steuern, oder alles manuell, aber da kann man sich sicherlich vortrefflich streiten.....

  • In die Leitungen zu den Gleisbesetztmeldern müssen noch Widerstände mit 470 Ohm bis 2 KOhm eingebaut werden, damit kein wirksamer Fahrstrom auf die unterbrochenen Gleisabschnitte fließt, wenn die Schalter offen sind. Es funktioniert. Ich habe es ausprobiert.

  • Hallo Herr "jelly109",

    vielen Dank für die Unterlagen. Es sind nicht die von mir so erwarteten. Ich interessiere mich nur für die Steuerung eines Schattenbahnhofes. Die automatische Einfahrt, und evtl. auch Ausfahrt. Daher wäre die Beschreibung + der Schaltplan dieser Platine richtiger. Es sind hier bisher 4 Gleise beschrieben. Ich benötige das für 6 Einfahrten. Mal sehen ob ich mit den Angaben zurecht komme.

    mit einem Gruss
    Hans-Joachim Richter

  • Hallo, Herr Richter. Sie finden den Schaltplan der BM-Karte auf Seite 25, Herr Müller hat nun den Schaltplan auch noch oben in seinem Beitrag hinzugefügt. Für 6 Bahnhofsgleise müssen noch einige Bauteile an der BM-Karte ergänzt werden, analog zu den Widerstanden und Transistoren an IC9 in Herrn Müllers Schaltplan oben, aber auch das würde mit einer einzigen BM-Karte funktionieren. Ich würde jedoch auf keinen Fall die Relais direkt an IC9, sondern über Transistoren wie in Herrn Müllers zweitem Vorschlag anschließen.